Wie erstelle ich (Karussell-)Beiträge auf Instagram?

Ein Beitrag oder Posting auf Instagram ist eins der drei Hauptformate, neben Reels (Videos) und der Story.

Der Beitrag besteht in der Regel aus einem oder mehreren Bildern. Werden mehrere Bilder verwendet, spricht man von einem Karussell-Beitrag, durch den man sich von einem Bild zum nächsten mit dem Finger durchwischen kann. Bis zu 20 Bilder lassen sich so hintereinander zeigen. Es können auch Videos statt Bilder eingebunden oder miteinander kombiniert werden.

Postings sind ein erzählstarkes Format, mit dem sich viel Inhalt ansprechend transportieren lässt.

Wie man Beiträge für beruflich genutzte Accounts erstellt, was ein guter Beitrag enthalten sollte, wie man ihn gestaltet und welche Ziele man damit erreichen kann, darum geht es hier.

Welches Thema eignet sich für einen Instagram Beitrag?

Die Themen für Beiträge sind vielfältig und können im Grunde an jede Berufssparte, Dienstleistung oder Produkt angepasst werden. Postings können Auszüge aus längeren Blog- oder Fachartikeln sein, Erfahrungsberichte und Kundenfeedbacks enthalten, Geschichten erzählen, unterhaltsam sein, informieren und Fachwissen vermitteln und direkt oder indirekt auf Verkauf ausgerichtet sein. Ich habe dir hier ein paar Beitragsarten zusammengestellt, die du zur Inspiration für deine eigenen Beiträge nutzen kannst.

Ein-Bild-Hingucker

Du hast einen besonderen Moment eingefangen? An der Kamera zur richtigen Zeit den Auslöser gedrückt? Ein Produkt auf besondere Weise in Szene gesetzt? Dann reicht manchmal ein Bild und alles ist gesagt. Wenn das Bild richtig gut ist, kannst du es ohne Text nutzen und nur in der Caption darunter noch mehr dazu sagen. Ansonsten nutze eine Bildüberschrift, die das Thema auf den ersten Blick klarmacht. Ein Zitat kann ebenfalls ein Einbild-Format sein (Urheberrechte beachten!) oder auch eine Checkliste.

Der Screenshot von zwei Titelbildern im Instagram-Feed von Dorothee, um die unterschiedlichen Icons für Beiträge und Reels zu zeigen
Über die entsprechenden Icons ist im Profil-Feed sofort erkennbar, was ein Beitrag und was ein Reel ist. Das rot umrandete Icon zeigt, dass hier ein Karussellbeitrag mit mehreren Folien zu sehen ist. Das blau umrandete Icon steht für Reels (Videos). Hat ein Beitrag dort kein Icon, ist es ein Ein-Bild-Beitrag.

Transformation erlebbar machen

Welches Problem deiner Kunden kannst du wie genau lösen? Mache das mit einem Transformationsprozess sichtbar. Hierzu eignen sich sowohl Vorher-/Nachher-Bilder als auch Textfolien, die die Geschichte erzählen.

Wissenshäppchen

Über mehrere Text-Slides präsentierst du leicht verständlich aufbereitetes Fachwissen und verknüpfst es mit den Problemen deiner Kunden. Das Ziel ist es, Aha-Effekte auszulösen und das Gefühl aufkommen zu lassen, das man mit seinen Problemen gesehen und verstanden wird.

Selbsthilfe- oder Do-it-yourself-Tipps

Wenn du insbesondere im Bereich Gesundheit, Ernährungsberatung, Coaching oder Persönlichkeitsentwicklung unterwegs bist, kannst du Selbsthilfe- oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Rezepte oder Do-it-yourself-Tipps teilen. Hierfür bieten sich natürlich auch immer Videos (Reels) an, aber manches lässt sich auch gut mit Worten beschreiben und mit einem Foto illustrieren.

Kundenstimmen

Was beschreibt dein Wirken besser als die begeisterte Rückmeldung einer Kundin? Bitte sie um Erlaubnis, ihr Feedback veröffentlichen zu dürfen, entweder anonym oder mit Zustimmung auch namentlich.

Steile Thesen

Wie wäre es mit ein bisschen Polarisieren? Beziehe eine klare Position zu einem Thema aus deiner Branche und mache klar, wofür du stehst. So siebst du direkt aus, wer das anders sieht und ziehst die Menschen in deinen Kreis, die das ähnlich sehen wie du und daher offen sind für deine Angebote.

Unterhaltung

Manchmal darf es einfach auch lustig und unterhaltsam sein. Überlege dir witzige Formate, die den Betrachtern ein Lachen entlocken.

Warum du aber nicht nur unterhaltend sein solltest und warum es auf die Mischung von Beitragsarten ankommt, wird klar, wenn man sich die Ziele anschaut, die mit Beiträgen erreicht werden sollen.

Was ist das Ziel von Instagram Beiträgen?

Mit deinen Beiträgen kannst du verschiedene Dinge erreichen. Und es ist sinnvoll, sich das zu vergegenwärtigen und bewusst in die Beitragsplanung einfließen zu lassen. Drei Ziele sind es, auf die es immer wieder hinausläuft:

  1. Reichweite aufbauen,
  2. Kunden/Community binden und
  3. Verkaufen.

Je nachdem, wie die Beiträge aufgebaut sind, bedient man ein oder mehrere dieser drei Ziele. Überlege dir vor jedem Beitrag, worauf er abzielen soll. Je nach Ziel spricht ein Beitrag nämlich auch unterschiedliche Menschen an.

Ein reiner Sales-Beitrag wird Menschen, die dich noch gar nicht kennen, in den wenigsten Fällen abholen und sie schon gar nicht zu einem Kauf bringen. Ein kalter Kontakt will dich in der Regel erst einmal kennenlernen. Diese Menschen wirst du daher eher über dein Fachwissen oder guten Tipps erreichen. Oder auch über das Zeigen von Transformation: wie kommst du vom Problem zur Lösung, die du versprichst.

Je länger ein Mensch schon in deinem Orbit ist, umso eher wird er auch auf deine Verkaufsabsichten eingehen. Nämlich dann, wenn er sich sicher ist, dass du die Richtige bist, die ihm bei seinem Problem helfen kann. Die aktuellen Meinungen gehen davon aus, dass ein Mensch erst 30 bis 50 Mal mit dir und deinem Angebot in Kontakt gekommen sein muss, bevor er sich für einen Kauf bei dir entscheidet…

Ganz trennscharf lassen sich diese drei Ziele übrigens nicht in jedem Beitrag benennen. Beiträge zahlen oftmals auf mehr als ein Ziel ein.

Wie kannst du die drei Ziele mit deinen Beiträgen erreichen?

Inhalte, die verkaufen: In diesen Beiträgen geht es eindeutig um ein Angebot, ein Produkt oder eine Dienstleistung. Der Fokus ist auf Verkauf gerichtet. Mit diesen Beiträgen beantworte die wichtigen Fragen, die bei einer Kaufentscheidung geklärt sein müssen: Was, für wen, für welches Problem, welche Lösung, was soll es kosten und weitere Fakten zum Angebot. Zeige, wer schon profitiert hat, zeige Transformationsprozesse, wecke Sehnsucht und teile Kundenfeedbacks. Reichweite aufzubauen und positive Resonanz zu erfahren, ist schön, aber am Ende geht es darum, dein Angebot zu verkaufen. Denn von Likes und Kommentaren kannst du keine Miete bezahlen. Daher benenne immer wieder klar deine Dienstleistung, Produkte oder Angebote, damit jeder weiß, was man bei dir bekommen kann.

Inhalte, die Reichweite aufbauen: Diese Beiträge machen neugierig auf dich. Vielleicht durch überraschende Inhalte, durch steile Thesen und Konfrontation oder über Humorvolles, Unterhaltsames, mit Fachwissen und guten Tipps. Der Instagram-Algorithmus belohnt mit mehr Reichweite, wenn man ansprechende Inhalte liefert, die die Nutzer möglichst lange auf der Plattform halten. Das wirst du daher nicht mit Ein-Bild-Beiträgen erreichen, sondern mit gut durchdachten Karussell-Beiträgen. Allgemein sind Beiträge auch nur ein Baustein des Reichweiten-Aufbaus. Gut ist es, hier eine Kombi aus Reels und Beiträgen zu nutzen.

Inhalte, die Kunden binden: Zeige deine Expertise, positioniere dich klar, hilf deiner Community mit guten Tipps und Erklärungen, zeige dich mit deiner Person und deiner Geschichte. Und lade immer wieder zu Interaktion ein, z.B. über Umfragen, Aufrufe oder Mitmach-Aktionen.

Regelmäßig Beiträge teilen und auf die Ziele einzahlen

Damit du deine Ziele erreichen kannst, solltest du sie nicht nur kennen und deine Beiträge entsprechend gestalten, sondern vor allen Dingen regelmäßig etwas auf Instagram teilen. Indem du regelmäßig etwas auf deinem Account veröffentlichst, passiert das:

Bleibe präsent: Indem du regelmäßig postest, bleibst du Menschen in Erinnerung. Dazu solltest du auch selbst zumindest hin und wieder bildlich in deinen Beiträgen zu sehen sein. Also statt ausschließlich Text, auch mal ein Foto von dir posten. Vielleicht kannst du dir eine Vorlage erstellen, wo auf der letzten Seite ein Foto von dir enthalten ist, auf dem du dir auch selbst gefällst. Meist ist es ja unsere überkritische innere Instanz, die uns davon abhält und selbst zu zeigen.

Zeige Expertise: Über die Qualität deiner Beiträge transportierst du deine Expertise und wirst als Fachfrau für dein Thema wahrgenommen.

Wecke Sehnsucht: Wenn du Lösungen präsentieren kannst oder deinen authentischen Lifestyle sichtbar machst, die Begehrlichkeit und Sehnsucht wecken, bindest du die Menschen an dich, die dieses Ziel ebenfalls erreichen möchten.

Wie ist ein Instagram-Beitrag aufgebaut?

Das war bis jetzt viel Theorie vorneweg. Doch wie kannst du deine Beiträge konkret gestalten?

Ein Instagram Beitrag nutzt vor allem eine Kombination aus Bild und Text. Ein oder mehrere Bilder werden ausgewählt und mit Text versehen. Das geht sowohl auf den Bildern als auch begleitend unterhalb der Bilder in der Caption.

Auch reine Text-Folien sind ein gängiges Format auf Instagram. Hier arbeitet man weniger mit Bildern, sondern mit Text-Stilelementen. Sehr schön umgesetzt hat das meiner Meinung nach der Instagram-Account kommklardigga.

Es lassen sich bei Beiträgen auch Bilder und Videos mischen. Beachte hierzu meine Tipps aus dem Abschnitt zu Größe und Format weiter unten.

Im Folgenden liste ich die typischen Elemente von Beiträgen auf und beschreibe sie näher.

Bilder und/oder Text-Folien

Die Grundlage des Beitrags sind Bilder oder Textfolien. Überlege dir hier ein oder mehrere Formate, auf die du immer wieder zurückgreifen kannst, um das Rad nicht jedes Mal neu erfinden zu müssen. Canva liefert zum Beispiel fertige Vorlagen, die man nach eigenem Geschmack abändern kann (und auch sollte). Wenn du Grafik-affin bist, kannst du einen Beitrag natürlich auch von Null auf selbst gestalten.

Bilder: Entweder arbeitest du mit einem Bild, das über die ganze Folie geht und den Hintergrund stellt oder das hauptsächliche Element des Beitrags ausmacht. Du kannst aber auch mit freigestellten Bildelementen und Grafiken arbeiten, die eine Textfolie verzieren.

Texte: Achte bei der Gestaltung des Textes auf eine Textgröße, die gut lesbar ist. Als Richtwert nimm mindestens eine Größe von 22 Pixeln für Fußzeilen, für den Fließtext mindestens 25 Pixel. Überschriften dürfen deutlich größer sein. Je nach Länge der Überschrift oder der Schriftart können es 60 bis 100 Pixel sein.

Bei der Wahl einer Schriftart sollte ihre gute Lesbarkeit der Maßstab sein. Es gibt einen Trend zu schnörkeligen Schriftarten, die einer Handschrift ähneln, aber die sind oftmals schlecht lesbar. Denke daran, dass immer alles sofort ersichtlich sein muss. Schlecht lesbare Schriftarten laden nicht zum Verweilen ein. Um einzelne Wörter hervorzuheben, kann es mal eine auffällige Schriftart sein, für Fließtext bitte nur gut lesbare Schriftarten wählen.
Ebenso sollte der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund ausreichend genug sein.

Auch die Menge des Textes pro Folie entscheidet über die Verweildauer. Weniger Text ist besser als zu viel. Die Folien sollten nicht nach Textwüste aussehen, sondern optisch ansprechend sein. Der Lesefluss lässt sich zum Beispiel mit Absätzen oder Hervorhebungen leiten.

Hook

Als Hook wird die Überschrift bezeichnet, die auf den ersten Blick klarmachen soll, um was es in deinem Beitrag geht. Hook, zu Deutsch „Haken“, soll die Nutzer ködern, länger auf deinem Beitrag zu verweilen. Sie sollte daher knackig und aussagekräftig sein. Mit der Hook geht es darum, das Scrollen der Nutzer zu unterbrechen. Und das ist gar nicht so einfach. Die Aufmerksamkeitsspanne auf Social Media liegt bei 3 bis 6 Sekunden, Tendenz sinkend. Was nicht sofort zieht, hat schon verloren.

Die Hook muss aber gar nicht nur aus Text bestehen. Es gibt auch die visuelle Hook oder die Kombi aus Text-Hook und visueller Hook: ein überraschendes Detail im Bild, dass dazu einlädt, zweimal hinzugucken, weil es eine (positive) Irritation oder Verwirrung erzeugt, die der Nutzer klären möchte, indem er genauer hinschaut. Und schon ist er am Haken 😉

Der dann folgende Beitrag muss natürlich halten, was die Überschrift verspricht.

Ein Beispiel für eine visuelle Hook, bei dem Dorothee einen selbstgebastelten Aluhut auf dem Kopf hat.
Ein Beispiel für eine visuelle Hook: Was hat sie denn da auf dem Kopf? Ist das wirklich ein Aluhut? Hä, wozu das denn?

Erste und zweite Folie eines Karussell-Beitrags

Die erste und die zweite Folien oder Bilder eines Karussell-Beitrags sind die wichtigsten. Instagram hat nämlich die Angewohnheit, mal die erste und mal die zweite Folie zuerst auszuspielen. Und man weiß nie, wann welche der beiden Folien drankommt. Daher muss der zweiten Folie genauso viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, wie der ersten.

Während die erste Folie mit einer klaren Hook arbeitet, sollte die zweite Folie die Kernaussage des Beitrags auf spannende oder unterhaltsame Weise enthalten, damit der Nutzer zum Weiterlesen animiert wird.

Caption

Die Caption ist wie eine ausführliche Bildunterschrift. Sie ist begrenzt auf 2.000 Gesamtzeichen. Auch wenn du denkst, dass mit deinen Folien bereits alles gesagt ist, nutze auch die Caption und gebe hier weitere Details zu lesen.

Mache genügend Absätze, um den Text aufzulockern. Ich selbst nutze auch sehr gerne Icons und Smileys der Handytastatur, um weitere visuelle Anreize im Text zu setzen. Aber auch diese sollten nur sparsam und ganz gezielt verwendet werden, um dem Text weitere Struktur zu geben, nicht um ihn zu überfrachten.

Es wird gerne argumentiert, dass die Caption gar nicht gelesen wird und man sich daher die Mühe sparen kann. Und ja, das wird oft der Fall sein, dass die Menschen deine Caption einfach ignorieren. Aber ich gebe dir hier einen guten Grund, sie trotzdem zu schreiben:

Kleine Info am Rande: Ich lese die Caption von Beiträgen, die mir gefallen, fast immer und ärgere mich eher, wenn dort keine weiteren Infos zu finden sind. Das mag auch eine Sache des Alters sein. Tendenz: jüngere Menschen lesen eher weniger, ältere eher mehr. Sollte ich mir Gedanken über mein Alter machen?

Einheitliches und ansprechendes Design

Entwickle nach und nach deinen eigenen Stil und lege dir Designvorlagen an, die du immer wieder nutzen kannst. Perfektion gerade zu Beginn deiner Reise auf Instagram, ist allerdings fehl am Platz. Das wird dich nur ausbremsen. Daher probiere einfach erst mal aus. Je länger du Beiträge erstellst, umso mehr kannst du sie professionalisieren.

Musik

Musik spricht Menschen direkt auf einer emotionalen Ebene an und kann einen Beitrag daher positiv unterstützen. Vor allem dann, wenn sie zur Stimmung des Beitrags passt. Ich verwende fast immer Musik.

Bei beruflich genutzten Accounts ist hier allerdings Vorsicht angesagt. Nutze am besten nur die Sounds aus der Meta Soundcollection. Die sind auch für kommerzielle Zwecke freigegeben.

Aber Achtung: im Instagram Editor werden dir sowohl Musikstücke aus der Sound Collection angezeigt, als auch Trendsounds, die nicht kommerziell genutzt werden dürfen. Du kannst das Risiko minimieren, wenn du im Suchfeld bei der Musikauswahl „Soundcollection“ eingibst, hundertprozentig funktioniert aber auch dieser Filter nicht.

Mache dich mit dem Thema daher vertraut und schau dir die Sound Collection direkt auf Facebook an. Und auch noch wichtig zu wissen: Meta Sounds sind nur für Meta Produkte zulässig, also Facebook, Instagram und WhatsApp.

Call-to-Action

Jeder Beitrag sollte klarmachen, wie es danach weitergeht. Darum braucht es eine sogenannte Call-to-Action, kurz CTA.

Soll ein neuer Follower gebunden werden, weil deine Inhalte so gut sind und er sie sich nicht entgehen lassen sollte? Dann lade die Menschen aktiv ein, deinem Account zu folgen. Würdest du dich über Resonanz freuen? Dann bitte um ein Like, Kommentar oder das Teilen deiner Beiträge. Soll ein Produkt oder eine Dienstleistung beworben werden? Dann weise aktiv darauf hin, wo die Anmeldemöglichkeit besteht oder das Bestellformular zu finden ist.

Fortgeschritten wäre an dieser Stelle eine Automation, die Interessenten den weiterführenden Link sofort per Direktnachricht ins Postfach flattern lässt.

Hashtags

#hashtagssindtot. Heißt, sie haben keine Relevanz mehr für den Reichweiten-Aufbau. Viel zu oft wurden Hashtags missbräuchlich eingesetzt. Daher hat sie das gleiche Schicksal ereilt wie auch schon viele, viele Jahre zuvor die Keywords in Website-Metadaten: der Algorithmus ignoriert sie.

Instagram bannt manche Hashtags sogar, wenn sie entweder zu häufig missbraucht wurden oder wenn sie „Schlecht-Laune-Themen“ zum Inhalt haben. #Angst wäre zum Beispiel so ein Thema oder #Essstörung. Dann wird einfach kein Suchergebnis ausgeliefert. Wir sollen uns auf Social Media schließlich wohlfühlen und nicht über Probleme nachdenken…

Viel wichtiger als Hashtags ist es daher, dass du wichtige Worte, in Marketingsprech Keywords, unter denen deine Beiträge gefunden werden sollen, in deiner Caption im Fließtext verwendest.

Welche Größe und welches Format nutzt man für einen Instagram Beitrag?

Die Sache mit dem Format und der Beitragsgröße ist ein etwas leidiges Thema. Halten wir erst einmal fest, dass du die Wahl hast, deine Beitragsbilder entweder als Quadrat im 1:1 Format oder als Hochformat mit dem Seitenverhältnis 4:5 zu nutzen. Beim Erstellen eines Beitrags kannst du im Editor auswählen, in welchem der beiden Formate deine Bilder angezeigt werden sollen.

Egal für welches Format du dich entscheidest, achte darauf, dass deine Bilder optimalerweise schon im Vorfeld im passenden Format erstellt oder mit einem Bildbearbeitungs- oder Gestaltungsprogramm entsprechend angepasst wurden.

Ich empfehle das 4:5-Format, angelegt mit 1080 zu 1350 Pixeln. Warum? Abgesehen davon, dass man auf einem 4:5 Bild mehr Platz hat, wurde Anfang 2025 von Instagram eine Änderung eingeführt. Bis dahin wurde im Profil in der Beitragsübersicht immer eine quadratische Vorschau angezeigt.

Seit Februar 2025 wird die Vorschau im Hochformat mit dem Seitenverhältnis 3:4 ausgespielt. Quadratische Bilder werden hochskaliert und dadurch wird links und rechts am Bild unschön an den Rändern abgeschnitten. Achtet man bei der Erstellung seiner Bilder aber nicht darauf, wird in der Vorschau unter Umständen Text abgeschnitten. Man kann zwar im Nachhinein auswählen, dass die quadratische Vorschau erhalten bleiben soll. Dann entsteht aber ober- und unterhalb des Bildes ein Balken, der wahlweise schwarz oder weiß dargestellt wird. Wem es gefällt… mir jedenfalls nicht.

Ein quadratischer Beitrag in der Feed-Übersicht nach dem Update. Links die hochskalierte Ansicht, rechts die nachträglich bearbeitete quadratische Ansicht mit Leerraum oben und unten
Da wurde ich vom Instagram Update überrascht. Alle meine Beiträge waren 1:1 angelegt. Links ist die hochskalierten Ansicht zu sehen, bei der Text abgeschnitten wird. Rechts ist die nachträglich angepasste Vorschau mit Leerraum oben und unten. Beides nicht optimal. Daher meine Empfehlung zu 4:5 Formaten.

Natürlich werden auch Beitragsbilder im 4:5-Format in der Feed-Übersicht skaliert zu 3:4. Dabei geht aber weniger vom Bild verloren. Achte immer darauf, dass du an den Rändern eine Schnittzugabe einhältst, wo du keine wichtigen Inhalte, vor allem keinen Text platzierst. Lasse rechts und links daher immer mindestens 50 Pixel Abstand für alle Elemente, die sichtbar bleiben sollten.

Eine Skizze eines 4:5 Formats, dass auf 3:4 skaliert wird. Mit einer gepunkteten Linie ist dargestellt, was vom Bild verloren geht.
Anhand der gestrichelten Linie ist erkennbar, was in der Feed-Übersicht bei deinem Beitragsbild verloren geht. Hier sollten keine wichtigen Inhalte stehen!

Und bei Videos? Nutzt du auch Videos für den Beitrag, dann achte auch hier darauf, dass alle wichtigen Details mittig platziert sind. Handy-Videos sind in der Regel im 9:16-Format erstellt. Bindest du sie in einen Beitrag ein, wird oben und unten ein beträchtlicher Teil des Videos abgeschnitten.

Das Vorschau-Problem besteht übrigens auch bei Reels in der Beitragsübersicht. Daher achte bei Reels darauf, Überschriften nicht zu tief zu setzen, sonst sind sie in der Übersicht futsch. Aber das nur am Rande, hier geht es schließlich um Beiträge.

Wo sollte ich meinen Beitrag erstellen

Beiträge können einerseits direkt bei Instagram selbst erstellt werden. Der Beitrags-Editor stellt einige Funktionen zur Verfügung: Text auf dem Bild erstellen und formatieren, Bild auf Bild legen, Filterfunktionen und Bildbearbeitung wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung etc. Viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt es aber nicht.  

Gerade bei Beiträgen mit viel Text würde ich ein externes Gestaltungsprogramm wie Canva empfehlen, weil sich Beiträge dadurch einheitlicher gestalten lassen. Im Editor von Instagram kann man beispielsweise die Schriftgröße nur mit einem Schieberegler anpassen und nicht pixelgenau.

Instagram-Beiträge: ein solides Format und leicht für den Einstieg ins Instagram-Marketing

Beiträge sind ein sinnvolles Format, um bereits bestehende Follower an sich zu binden. Der Algorithmus von Instagram spielt Beiträge deutlich weniger an Nicht-Follower aus als zum Beispiel Reels. Beiträge eignen sich daher nicht so gut zum (schnellen) Reichweitenaufbau, sind aber trotzdem ein wichtiges Element für deinen Beitragsfeed.

Und gerade für den Einstieg bei Instagram sind sie sehr gut geeignet, weil die Hürde niedriger ist. Ein Foto zu erstellen und mit Text anzureichern, stellt eine kleinere Herausforderung dar, als Videos zu schneiden. Wer langfristig auf Instagram erfolgreich sein möchte, sollte aber irgendwann beides beherrschen.

Bestenfalls führen deine Beiträge zu neuen Followern und potentiellen neuen Kunden. Achte daher immer auch auf ein aussagekräftiges Profil. Denn das ist oft die nächste Anlaufstelle für neue Follower. Wurde hier geschlampt, nützt auch der beste Beitrag nichts. Aber das ist ein neues Kapitel und einen eigenen Artikel wert.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann freue ich mich über einen Kommentar, über deine Fragen und Anregungen. Und wenn du gerade neu auf Instagram starten möchtest und dir Unterstützung für die Umsetzung wünscht, dann melde dich bei mir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert