Mein März 2025: Frühlingshaft und sehr lebendig

Der Artikel rückwärts gelesen: Vom Frühlingserwachen, meinem Geburtstag, einer Mutprobe, und der Erkenntnis, dass es manchmal Unterstützung braucht. Willkommen in meinem März 2025 und bei dem, was ich so erlebt habe.

Mentoring: Mache es dir bequem im Unbequemen

Der Jahresbeginn hatte es wirklich in sich. Das machte sich bei mir vor allem durch innere Prozesse bemerkbar. Und ich stand wieder an einem Punkt, an dem ich dachte, es geht nicht mehr weiter. Darum habe ich noch Ende Februar, recht spontan, ein Mentoring-Programm bei Bianca Gabbey gebucht. Und bin superglücklich mit dieser Entscheidung. Es startete am 4. März und wird noch bis Ende April gehen.

Natürlich ist so ein Mentoring-Programm nicht nur ein Zuckerschlecken. Es ist ja dazu da, die eigenen blinden Flecken aufzustöbern und Weiterentwicklung anzustoßen. Und wie Bianca so schön sagt: Veränderung ist immer disruptiv. Man wird herausgefordert, konfrontiert und dann geht es mitten durch. Mitten durch die Ängste, mitten durch die Emotionen, mitten durch die Kleinhalteprogramme, mitten durch die hinderlichen Muster und vorbei an den inneren Widersachern, die erbittert um den Status quo kämpfen, weil der ja so schön bequem und vertraut ist (auch wenn er es eigentlich nicht ist, aber das sehen die inneren Widersacher anders).

„Mache es dir bequem im Unbequemen“, ein weiterer Lieblingssatz meiner Mentorin und er drückt perfekt aus, dass Veränderung das einzig Beständige im Leben ist und wir uns damit anfreunden sollten, dass das so ist. Und da Veränderung ganz oft einhergeht mit einer gewissen Form der Heraus- und manchmal sogar Überforderung, darf man sich auch helfen lassen. Das habe ich jetzt endlich verstanden. Und lasse mich tragen von zwei fantastischen Mentorinnen und einer aktiven Gruppe, mit der ich im täglichen Austausch stehe. Und gemeinsam feiern wir unsere großen und kleinen Erfolge.

Herrje, ich war zu Beginn des Programms wirklich in keinem guten Zustand. Der innere Stirb-und-werde-Prozess war in vollem Gange. Doch schon in der zweiten Woche ging es spürbar aufwärts. Und ich bin sehr gespannt, wie und wo ich am Ende der acht Wochen stehen werde.

Besuch in Österreich

Auf meiner To-Want-Liste vom 4. Quartal 2024 hatte ich einen Besuch bei meiner Tochter in Österreich stehen. Weil ich mit dem Planen aber manchmal so langsam bin, ist das nicht gelungen und meine Tochter kam stattdessen zu uns. Über die Karnevalstage sind wir aber dann ganz spontan Anfang März zu ihr gefahren.

Das war sehr schön. Wir durften die Annehmlichkeiten des 5-Sterne-Hotels genießen, in dem sie arbeitet: Saunieren und schwimmen im Spa-Bereich, ein fantastisches Frühstücksbuffet, das wirklich keine Wünsche mehr offenlässt und ein großzügiges Zimmer mit großem Balkon und Blick auf die Alpen. Im Badezimmer gibt es eine Wasserfalldusche, auf die ich mich jedes Mal riesig freue. Duschen deluxe, sage ich da nur.

Blick auf die Tiroler Alpen in Österreich
Der Blick vom Balkon auf die Alpen
Der Außenpool vom Hotel
Und der Blick vom Balkon nach unten auf den Spabereich mit Außenpool.

Zwei Tage hatte meine Tochter frei, dass wir gemeinsam Ausflüge machen konnten. Am Rosenmontag ging es nach Bramberg zur längsten Rodelbahn von Österreich. Ich war noch nie im Winter in den Alpen und als alter Angsthase bekam ich schon weiche Knie, als ich die steile Abfahrtpiste sah. Aber ich habe mich trotzdem getraut. Mit der Gondel ging es von 700 Metern hoch auf 2.100 Meter Höhe in die prächtigste Winterlandschaft bei strahlendem Sonnenschein.

Und dann mit dem Rodel 14 Kilometer lang zurück ins Tal. Ich startete als letzte, war aber schnell im Temporausch und überholte meine Tochter mit lautem Jauchzen.

Je weiter talabwärts es ging, umso weniger natürlicher Schnee war noch vorhanden. An einer Stelle war er sogar auf der Piste schon weggeschmolzen und da ich nicht rechtzeitig umlenkte, hätte ich mich fast daher gelegt, als mein Schlitten abrupt auf dem Schotter abbremste. Ist aber gut gegangen, doch der Rest der Familie fuhr lässig an mir vorbei und es dauerte etwas, bis ich die anderen wieder eingeholt hatte.

Auf halber Strecke gab es einen Kiosk, wo wir eine Pause einlegten und uns in den Liegestühlen ausruhten (Schlittenfahren ist ganz schön anstrengend). Dann ging es weiter und als Dritte von Vieren trudelte ich später im Ziel ein.

Mit der Gondel von Bramberg hoch auf den Gipfel zur Rodelbahn
Mit der Gondel geht es von Bramberg hoch auf den Gipfel, unter uns die Rodelbahn.
Startpunkt der längsten Rodelbahn in Österreich in Bramberg
Die Familie startet vor mir.
Mit dem Schlitten auf die Rodelpiste
Und dann geht es auch für mich mit einigem Herzklopfen ab auf die Rodelpiste.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Salzburg, ebenfalls bei schönstem Wetter. Für meinen Mann und mich eine nostalgische Reise, da wir dort ganz zu Beginn unserer Beziehung vor 20 Jahren ein gemeinsames Wochenende verbracht hatten. Noch unwissend, dass unsere Tochter bereits in meinem Bauch heranwuchs.

Wenngleich das Bummeln zu viert durch eine Stadt eher etwas anstrengend ist, war es trotzdem schön dort und wir erfüllten meinem Mann seinen Traum von einem kostümierten Historien-Familienfoto. Eine Aktion, die Spaß gemacht hat.

Happy Birthday

Mein Geburtstag fällt jährlich in den März. Der Frühling spendierte mir schönstes Sonnenwetter. Ich hatte mir den Tag freigenommen, so dass mein Mann und ich vormittags erst mal eine schöne Runde vom Altenberger Dom aus durch das Bergische Land spazierten. Nachmittags gab es Kaffee, Kuchen und Waffeln mit der Familie.

Eine wunderbare Geburtstagsüberraschung: meine Tochter stand unangemeldet vor der Türe und hatte den weiten Weg auf Österreich auf sich genommen, um mit uns gemeinsam meinen Geburtstag zu feiern. Also gab es auch eine ihrer fantastischen, selbstgebackenen Torten mit Zitronencreme und Beeren und das ganze sogar vegan. Lecker.

Die Damen der Runde rotteten sich nach dem Kaffeetrinken zu einer Spielerunde zusammen und es wurden Karten gezockt, 6 Nimmt!. Obwohl ich Geburtstag hatte und auch überzeugende Runden spielte, überließ man mir den Sieg nicht und ich wurde nur Dritte von Vieren. Dabei sein ist alles und worauf es sowieso nur ankommt: wir hatten sehr viel Spaß und haben viel miteinander gelacht.

Meine Schwester hatte mir noch Erweiterungskarten für das Spiel Mischwald geschenkt, die wir abends dann noch zu zweit ausprobierten. Zu diesem Spiel kann ich meine Familie leider gar nicht begeistern und bin immer auf Mitspielerinnen angewiesen, die zu Besuch kommen.

Geburtstagsfrühstück auf der Terrasse
Die Sonne scheint, ich will raus: Das Geburtstagsfrühstück mit Porridge findet auf der Terrasse statt.

Bloggen im März

Beim Bloggen ging es recht gemächlich zu. Es sind nur drei Artikel und der Monatsrückblick online gegangen. Egal. Hauptsache, ich bleibe dran. Das hier waren die Artikel:

Artikel 1:
Mein Februar 2025: Neues von Chat-GPT, Newsletter-Marketing und Spam-Bots

Artikel 2:
„Das hast du dir selbst kreiert“

Artikel 3:
Komplizierte Probleme in Glück verwandeln – oder der Unterschied von komplex und kompliziert

Frühlingserwachen

Ansonsten drehe ich auch im März meine (fast) täglichen Runden durch den Wald und freue mich über das Frühlingserwachen. Hier sind ein paar frühlingshafte Impressionen, die ich mit meiner Kamera eingefangen habe.

Blüte eines kaukasischen Vergißmeinnicht in Makroaufnahme
Ich liebe das Blau der Frühjahrsblüher, hier des kaukasischen Vergißmeinnicht.
Blühende Narzissen
Das goldene Gelb der Narzissen.
Eine Steinfigur in Froschform und davor blühen die ersten Vergissmeinnicht
Bald ist der Frosch wieder von frühlingshaftem Grün umwuchert.
Ein Regenbogen ist neben einem Baum zu sehen
Auf einem Spaziergang begleitet mich ein Regenbogen.

An einem besonders schönen und sonnigen Tag, wo ich aber trotzdem keine Motivation für die Runde hatte und mich eher nur durch den Wald schleppte, machte ich mir selbst die Freude und zog einfach Schuhe und Strümpfe aus und gestaltete mir den Spaziergang so ein bisschen abenteuerlicher.

Barfuß im Sonnenschein auf dem Waldweg unterwegs
Barfuß durch den Wald. Das erste Mal in diesem Jahr.

Und nun: willkommen April mit all deinen Möglichkeiten und Wundern.

6 Antworten auf „Mein März 2025: Frühlingshaft und sehr lebendig“

  1. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Lebensjahr! „Be comfortable in the uncomfortable“ habe ich zum ersten mal in einem Interview gehört, das ich im März geführt hatte und ich finde ihn sehr passend. Das war lange die Überschrift in meinem Leben.

    Toll, dass Du mutig mitten durch gehst. Anders geht es auch nicht und mir macht das total viel Spaß, weil ich am Ende neue Freiheit gewinne. Den Schmerz und die Tränen halte ich dafür gerne aus.

    Viel Erfolg mit der Mastermind und einen tollen April!
    Marita

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    1. Hallo Marita,
      vielen Dank für die Geburtstagsgrüße und guten Wünsche 🙏
      Ich werde auch mal direkt ganz neugierig in deinen März-Rückblick reinlesen.
      Herzliche Grüße
      Dorothee

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