Das Jahr ist vorbei. Adieu, liebes 2025, ich widme dir hier einen ausführlichen Rückblick und bedanke mich für diese lehrreiche Zeit inklusive aller Schleudergänge.
Denn nach langem Irren und Wirren gab es beruflich in der Jahreshälfte eine große Kehrtwende zurück in alte Gefilde mit dem Gefühl, endlich wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Diesem Teil meines Jahres und der beruflichen Entwicklung widme ich im Rückblick viel Platz, denn es war prägend und sehr beeinflussend für mein ganzes Jahr.
Beim Schreiben das Jahr Revue passieren zu lassen und dann die lehrreichen Lektionen schwarz auf weiß zu lesen, lässt mich dankbar zurückschauen. Ich weiß, dass ich viel geschafft habe und darauf bin ich stolz und dankbar zugleich. Ich fühle mich nun am Jahresende größer und gefestigter und um ein Vielfaches gewachsen. Und das lässt mich optimistisch in das neue Jahr blicken.
Ein großer Dank geht auch an Judith Peters, die mit ihrer Aktion Jahresrückblog eine entscheidende Triebfeder war, diesen episch langen Artikel auch in diesem Jahr wieder zu schreiben. Doch obwohl ich diesmal sogar früher mit dem Schreiben angefangen habe, muss ich gegen Ende einen Teil noch unvollendet lassen, um pünktlich zu Silvester online zu gehen. Egal. Perfekt unperfekt. Auch die Bilder zum Jahr werde ich erst nach und nach ergänzen.
Und nun lade ich dich ein, mit mir in mein Jahr 2025 einzutauchen…
Meine beruflichen Themen und Highlights in 2025
Emotionaler Wellengang und berufliche Neuausrichtung
Das Jahr 2025 war ein großer emotionaler Wellengang. Und das Jahr der Neuentscheidung. Es begann mit einem richtigen Tief. Hatte ich noch im Rückblick 2024 begeistert von meinem Online-Kurs in Entstehung berichtet, der zum Jahresende kurz vor der Vollendung stand, musste ich im Januar eine bittere Erkenntnis hinnehmen und traf die erste große Entscheidung:
Der Kurs war gut, aber viel zu überladen und viel zu wenig praxisbezogen. Daher entschied ich, ihn nicht anzubieten. Drei Monate Arbeit für die Mülltonne (so dachte ich).
In mir rangen zwei Seiten: die Online-Redakteurin, die sich in ihrem Terrain sicher und zufrieden fühlte und Spaß an der Materie hatte. Und die Coachin, die sich ein komplett neues Standbein aufbauen und Menschen mit ihren Coachings unterstützen möchte. Ich drehte mich im Kreis. Und zwar in einem Teufelskreis. Im Februar war ich nervlich am Ende. Mir war wieder einmal klar, da schaffe ich es nicht alleine raus.
So buchte ich mir ein weiteres Mal ein Business Coaching. Auch wenn der finanzielle Druck anstieg, trat ich einen Schritt zurück und begann mithilfe des Blicks von außen Ordnung in mein inneres Chaos zu bringen. Insgesamt vier Monate dauerte die Begleitung. Und am Ende war ich klar und neu sortiert. Mein Coaching-Business ist Geschichte. Ich sprach aus, was sich richtig anfühlte: Ich möchte kein Coach mehr sein.
Ich durfte einsehen, dass die Coaching-Ausbildung, die ich gemacht hatte, nicht tragend genug war. Und ich wollte auf gar keinen Fall eine von den Coaches werden, die ihren Klienten Transformationsprozesse versprechen, die sie selbst nicht halten können, weder inhaltlich noch emotional. Die Kritik an der Coaching-Szene ist berechtigt. Und auch wenn es richtig gute Coaches gibt, die wirklich helfen können, gibt es auch viel Halbgares auf dem Markt.
Und zu so etwas Halbgarem wollte ich nicht werden. Wenngleich mir meine Coachees immer positive Rückmeldungen gegeben haben und sich gut unterstützt fühlten. Es fehlte mir an genügend Übung, Erfahrung und Feedbackschleifen und ich sah mich nicht imstande, das ohne Rückhalt und klar geregelte Anbindung an Ausbilder und Kolleginnen im Alleingang zu erarbeiten. Meine Selbstzweifel wuchsen mit jedem Monat stärker an, was wesentlich zu meinem inneren Crash beitrug. Damit sollte Schluss sein.
Was gleichzeitig bedeutete, beruflich wieder bei Null anzufangen. Aber was soll es. Stehenbleiben ist halt auch keine Option.
Innere Sicherheit und Stabilität entsteht
Der Punkt, an dem ich in dieses nächste Mentoring ging, war der, als ich den Glauben an mich selbst komplett verloren hatte. Ich wusste nicht mehr, was richtig und falsch war. Ich konnte mich selbst nicht mehr spüren und meine nächsten nötigen Schritte nicht mehr sehen. Und ich brauchte jetzt jemanden im Außen, der diesen Halt und Glauben an mich für eine Weile übernahm, bis ich es selbst wieder konnte.
Das ist ein gefährlicher Moment und auch der Moment, in dem viele den Marketingversprechen und Coaching-Gurus auf den Leim gehen, die Glanz und Glitzer versprechen, aber nur heiße Luft liefern. Ich wählte mir eine Mentorin, der ich schon seit Monaten auf Instagram folgte und bei der ich mir sicher war, dass sie sowohl Klartext als auch Herz konnte und ein wirkliches Interesse daran hatte, die Menschen, die zu ihr kamen, bestmöglich auf ihrem Weg zu unterstützen. Und sollte recht behalten.
Statt einer So-musst-du-es-machen-Anleitung bekam ich Werkzeuge und Übungen an die Hand, mit denen ich selbst herausfinden konnte, was für mich dran ist und jede Menge Reflexionsfragen, mit denen ich meine eigenen Antworten finden konnte. Und obendrein Feedback zu den Dingen, die ich für mich selbst erarbeitete.
Und ich durfte feststellen, dass auch meine eigene innere Arbeit und insbesondere die Auseinandersetzung mit dem Thema Nervensystemregulation zusammen mit dem Mentoring langsam einen Nährboden schufen, auf dem ich selbst wieder gedeihen konnte. Es ist vieles noch weit entfernt von perfekt. Aber ich habe in diesem Jahr etwas wiedergefunden: eine Priorität für mich selbst und mein Wohlbefinden und einen inneren Halt, der bleibt, selbst wenn alles ringsum im Nebel verschwindet. Ja, ich darf mich wohlfühlen. Ich darf in mich hineinspüren, was für mich richtig und wichtig ist und ich darf danach handeln.
Ein schlechter Tag ist kein Weltuntergang, sondern nur eine vorübergehende Befindlichkeit und ein guter Tag und jeder noch so kleine Erfolg darf gefeiert werden. Ich darf meinem inneren Antreiber zuweilen einfach die Schnauze zukleben und z.B. am Wochenende einen ganzen Tag im Bett rumgammeln, mich ausruhen und langsam machen, wenn mir alles zu viel ist. Genauso darf ich Vollgas geben, wenn mir nach Vollgas ist. Und ich darf über das Tun herausfinden, was der nächste Schritt ist, selbst wenn das Gesamtbild noch sehr unklar ist. Der Weg ist das Ziel und die Dinge klären sich beim Tun. Nicht beim darüber nachdenken.
Mehrere Wochen wendete ich auch die Phantasiereise bei mir selbst an, die ich noch im Rahmen meiner Coaching-Tätigkeit im Frühjahr entwickelt hatte. Und nahm meine innere kleine Dorothee damit an die Hand. Der erwachsene Anteil in mir sprach dem kindlichen Anteil gut zu und signalisierte “Ich bin für dich da”. So gehen die beiden Hand in Hand und die Große wacht über die Kleine und die Kleine weiß, dass die Große auf sie aufpasst. Ein wunderbarer Nebeneffekt: ich finde über die Phantasiereise und mittlerweile auch einfach nur über die Atmung abends in eine Tiefenentspannung und kann den Tag damit ausklingen lassen. Ich schlafe wieder viel besser. Und der letzte Migräneanfall liegt Monate zurück. Wenn das mal kein Erfolg ist. Mein Körper muss nicht mehr auf diesen Schutzmechanismus zurückgreifen, weil ich selbst vorher rechtzeitig die Notbremse ziehe und für Ausgleich sorge.
Mein Business entwickelt sich neu
Gegen Ende der Begleitung durch das Business Mentoring stellte ich die Weichen für die neue berufliche Richtung, zusammengefasst unter dem Begriff “Mentorin für Sichtbarkeit & Online-Marketing – finde deinen Wohlfühlweg in die Sichtbarkeit”. Endlich fühlte ich mich fachlich wieder sicher.
Meine Social Media Aktivitäten oder vielmehr Nicht-Aktivitäten zeugen weiterhin von dieser Transformation. Ich habe immer noch keinen neuen Ausdruck dafür gefunden und aktuell überhaupt keine Motivation, mich dort zu äußern. Meinem Blog hat die Neuorientierung hingegen gut getan. Insbesondere im Juli, kurz nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte, entstanden am laufenden Band neue Artikel. Und oftmals waren Inhalte aus dem Online-Kurs vom letzten Jahr die Grundlage für diese Artikel. Ich brauchte die Inhalte nur etwas umformen. So fand die ganze Arbeit, die ich in den Kurs gesteckt hatte, doch noch einen Ausdruck, mit dem sie in die Welt gehen konnte.
Das Leben lieferte mir Situationen, bei denen ich üben durfte, für mich einzustehen und Klartext zu reden und mir den Rahmen zu schaffen, den ich brauche, um mich in meinem Business sicher und richtig zu fühlen. So durfte ich mehrmals die Erfahrung machen, dass ich meinem Bauchgefühl trauen und in Geschäftsbeziehungen die Rahmenbedingungen festlegen und Nein sagen darf, wenn mir etwas komisch vorkommt. Diese innere Klarheit vergrault jeden komischen Kauz. Und mein Business ist mit jeder solchen Erfahrung ein Stück weiter gewachsen und ich konnte Prozesse optimieren. Hier ist eine solche Erfahrung zu einem Blog-Artikel verarbeitet.
Strategie und Intuition
Auch wenn es beim Mentoring noch viel darum gegangen war, sich erst einmal wieder selbst richtig zu spüren und den Impulsen zu folgen, die von alleine kamen, so merkte ich im Laufe des Jahres auch, dass rein intuitiv gesteuertes Unternehmertum für mich nicht ausreicht.
Wie so oft im Leben braucht es den goldenen Mittelweg. Was in diesem Fall heißt: die Balance zwischen Intuition und strategischem Vorgehen.
Ich begann also damit, Routinen aufzusetzen. Die bisher gut etablierten sind: die Wochenausrichtung und ein regelmäßig versandter Newsletter.
Routine 1 – die Wochenausrichtung
Die Wochenausrichtung mache ich sonntags. Dann nehme ich mir 30 bis 60 Minuten Zeit und prüfe, was aus der letzten Woche an Aufgaben vollendet wurde, was in die nächste Woche übernommen werden muss und welche weiteren ToDos dringlich sind.
Mit der To-Want-Liste bzw. einer Halbjahres-Übersicht behalte ich einen längerfristigen Überblick darüber, wohin es gehen soll und packe das dann häppchenweise in die jeweiligen Wochen. So, dass möglichst Zeit sowohl für aktuelle Kundenprojekte als auch für Weiterentwicklung ist. Das klappt nicht jede Woche gleich gut, aber ich habe meistens das Gefühl, den Überblick behalten zu können. Und es ist ein super gutes Gefühl, am Montagmorgen direkt sortiert mit den wichtigsten ToDos zu starten, als erst mal Energie in die Aufgabenpriorisierung stecken zu müssen. Bestenfalls mache ich zum Feierabend hin noch eine Mini-Ausrichtung für den nächsten Tag, um jeden Tag so klar und fokussiert starten zu können. Je öfter es mir gelingt, umso leichter fühlt sich das Vorwärtskommen an.
Routine 2 – regelmäßiger Newsletter-Versand
Mein Newsletter hatte bislang eher ein Schattendasein geführt. Bis ich ihn im Zuge der Neuausrichtung vom Abstellgleis holte und ihm Strategie einhauchte. Seit September erscheint er nun, statt wie bislang alle zwei bis drei Monate, 14-tägig immer dienstags und die Routine ist schon sehr automatisiert.
Einerseits führe ich nun einen Redaktionsplan. Andererseits sucht mein Gehirn schon automatisch nach Themen, wenn der nächste Versandtermin naht.
Von der Entwicklung der Themen-Idee, über die Texterstellung bis hin zum Versand sind es jetzt oft nur noch drei bis vier Stunden für alles zusammen. Und mir ist es auch schon passiert, dass ich am Versandtag bereits mit der Textidee wach wurde, noch im Bett in nur einer halben Stunde meine Idee als fertigen Text ins Handy schrieb, um dann später nach dem Frühstück am Schreibtisch nur noch den Versand anzustoßen. Läuft, würde ich sagen.
Langfristig werde ich den Versandintervall auf wöchentlich erhöhen. Aber im Moment passt es gut so.
Diese Erfahrung funktionierender Routinen fühlt sich so großartig an. Da diskutiert nichts mehr in mir über “Soll ich, soll ich nicht”. Gibt halt einfach nichts zu diskutieren, Routine ist gesetzt und wird einfach ausgeführt.
Raum für Intuition und spontane Impulse bleibt trotzdem noch. Auch wenn bspw. der Redaktionsplan Termine und Themen vorgibt, kann ich ein Thema jederzeit ändern, wenn ein spontaner Impuls noch viel besser passt. Nur am äußeren Rahmen wird nicht gerüttelt.
Routinen entwickeln – jedes Projekt nutzen
Eigentlich nutze ich alle Projekte dazu, um Prozesse und Routinen weiter- oder überhaupt zu entwickeln. Ich liebe Checklisten und Fragebögen und davon gibt es jetzt bereits einige, auf die ich bei neuen Projekten zurückgreifen kann.
Bei meinem letzten Kundenprojekt habe ich z.B. das Thema Dokumentation von Kundenprojekten in den Fokus genommen und mithilfe von Meistertask ein sauberes Projektmanagement aufgesetzt. So behalte ich auch bei komplexeren Projekten den Überblick, kann Punkt für Punkt abarbeiten, notiere Absprachen und habe eine Liste noch offener Fragen, die der Klärung bedürfen. Wenn die Kundin dann auch noch strukturiert mitmacht, ist das gemeinsame Arbeiten eine reine Freude. Das Ergebnis dieses Projektes ist übrigens hier zu sehen. Danke für diese schöne, gemeinsame Erfahrung, Friederike 😊
VHS-Kurse und das erste konkrete Angebot
Als das Mentoring im Sommer endete, hatte ich im Rahmen der neuen Ausrichtung auch meine Website mit neuen Texten ausgestattet. Sie enthielten bereits ein buntes Sammelsurium an Angeboten zum Thema Sichtbarkeit und Online-Marketing für Soloselbständige. Aber sie sind noch sehr vage formuliert und lösen kein “Shit-das-muss-ich-haben”-Gefühl aus. Für den Moment musste es trotzdem erst mal reichen.
Ich nahm im Sommer Kontakt mit der Bergischen VHS auf und erarbeitete mit der Fachbereichsleiterin zwei Kurs-Angebote, die den Titel “konkret” hingegen sehr gut erfüllten. Ihre Titel lauten “Gelesen statt gelöscht: gute Newsletter schreiben” und “Blog als Erfolgsstrategie: Sichtbarkeit und Kundenbindung aufbauen”. Sie sind sowohl im VHS-Kursprogramm für 2026 als auch hier auf meiner Website zu finden. Ein erster Schritt war getan.
Dann aber kam Judith Peters im November am Black Friday mit ihrem Kurs “Double your Blog” um die Ecke, den ich kurzerhand buchte. Bereits beim Durcharbeiten des ersten Moduls brach die erneute Erkenntnis über mich herein: “Ich brauche ein klares Angebot”. Mit den Hilfsmitteln des Kurses und meinen Erfahrungen der letzten Monate wäre es doch gelacht, wenn ich da nichts brauchbares hinbekomme.
Und so schloss ich das Jahr im Dezember mit der Entwicklung eines ersten konkreten Angebots. Auch wenn es zum Veröffentlichungszeitpunkt des Jahresrückblicks auf der Website noch nicht zu sehen ist, so sind hinter den Kulissen innerhalb einer guten Woche die Angebots-Ausarbeitung, ein erfolgreicher Beta-Test mit einer Kundin und die Angebotstexte bereits fertig. Auch bei diesem Angebot konnte ich auf bereits erstellte Inhalte zurückgreifen. Gepriesen seien die Schritte, die ich stetig gehe. Aber dazu mehr weiter unten im Text.
Im Januar wird das Ganze dann online gehen und ich verrate auch hier schon, was es wird: ein Sichtbarkeits-CheckUp.
Newsletter – ein wichtiges Thema dieses Jahr
Nicht nur beim Thema Routinen ist der Newsletter ein Thema für mich, sondern generell als Schwerpunkt für meine Arbeit. Im Blog erschienen dieses Jahr mehrere Artikel, eins, zwei, drei, die rund um das Thema Newsletter kreisen und ich begleitete mehrere Kundinnen und Kunden bei der Weiterentwicklung oder dem erstmaligen Aufsetzen eines Newsletters.
Ende September halte ich vor einer kleinen, feinen Runde einen Vortrag zum Thema “10 Gebote für gutes Newsletter-Marketing”. Es macht Spaß, den Vortrag zu halten und die Fragen der Anwesenden zu beantworten. Der Austausch ist lebhaft und interessiert. Eine schöne Erfahrung.
Anfang Oktober nehme ich bei Céline Tüyeni an einem famosen Workshop zum Thema Freebie teil und sehe beim Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen, wie groß der Bedarf an Unterstützung ist, um die technische Umsetzung eines Newsletters zu realisieren. Ganz mein Thema.
Ich fasse nach dem Workshop meinen Mut zusammen und spreche, trotz Herzklopfen, Céline an und biete ihr meine Unterstützung an, ihren Kundinnen bei der technischen Umsetzung zu helfen. Sie ist offen für meinen Vorschlag und ich darf ihr ein Video zusenden, in dem ich mich und das Newsletter-Tool CleverReach vorstelle. Auch wenn es mich mal wieder ordentlich aus meiner Komfortzone katapultiert, das Video wird Anfang Dezember rechtzeitig vor Célines nächstem Workshop fertig. Sie kann es ihren Kundinnen zur Verfügung stellen, die sich dann an mich wenden können, wenn Bedarf bei der Umsetzung besteht.
Mein Blog entwickelt sich neu
Als in der Mitte des Jahres klar war, dass Coaching nicht mehr mein Thema ist, brauchte es natürlich auch neue Inhalte für den Blog. Wie bereits erwähnt, entstanden ab Juli direkt neue Artikel, die den Fokus nun auf Online-Marketing legten.
In der Google Search Console verfolgte ich den langsamen Wandel meines Blogs. Ich mochte die alten Artikel nicht einfach offline nehmen und so überarbeitete ich die alten Texte dahingehend, dass sie einen klaren Hinweis enthalten, dass ich Coachings in der dort beschriebenen Weise nicht mehr anbiete. Vielleicht wäre ein klarer Schnitt sauberer gewesen, aber da in all meine Texte in der Regel sehr viel Herzblut bei der Entstehung fließt, mochte ich mich davon nicht trennen. Das mag nicht sonderlich strategisch sein, aber bisher kann ich es nicht anders entscheiden.
Das führt allerdings dazu, dass insbesondere zwei alte Artikel von mir, eins, zwei, nach wie vor regelmäßig Besucher auf meine Website bringen, die mit meinen neuen Inhalten vermutlich nicht viel anfangen können. Aber ich sehe auch, dass seit ein-zwei Monaten die neuen Artikel Auftrieb erhalten und langsam den Coaching-Themen den Rang ablaufen. Ein Blog ist halt ein Langzeitprojekt und kein Schnell-Schnell-Marketing.
Business Besties
Business Besties sind diese wunderbaren Wesen, die an dich glauben und dich wachsen sehen wollen. Und ihnen widme ich dieses Kapitel meines Rückblicks.
Über das Mentoring hat sich eine ganz wunderbare Zusammenarbeit ergeben. Mit zwei Frauen bin ich weiterhin eng verbunden: Gesa und Elin. Wir treffen uns ein- bis zweimal wöchentlich für einen Video-Call und halten uns über unsere Entwicklungen auf dem Laufenden. Manch einen Schritt wäre ich nicht gegangen, wenn die beiden nicht wären und mir Mut zugesprochen hätten. Wir reflektieren gemeinsam unsere Themen und unterstützen uns gegenseitig bei Lösungen, Angebotsentwicklung, Business-Fragen und tauschen uns auch über private Themen aus.
Da wir sehr weit auseinander wohnen, finden unsere Treffen in der Regel virtuell statt, doch haben wir uns bereits dreimal dieses Jahr auch live getroffen, ein spontanes Weihnachtstreffen Ende Dezember inklusive.
Es ist vor allem diese verbindliche Regelmäßigkeit, die unsere Verbindung so wertvoll macht. Wir wollen alle drei vorankommen und wissen, dass wir es, ganz auf uns allein gestellt, kaum schaffen werden. Durch unseren gegenseitigen Rückhalt ermöglichen wir uns gegenseitig inneres und äußeres Wachstum.
Seit fast zwei Jahren ist Aurora eine Wegbegleiterin von mir. Wir haben uns über die Coaching-Ausbildung kennengelernt. Aurora ist seit Jahrzehnten selbständig und alleine deswegen für mich eine Art Leuchtturm. Alle ein bis zwei Monate treffen wir uns zu einer Mischung aus privatem Austausch und Supervision, anfangs vor allem zur Vertiefung von Coaching-Themen. Auch wenn das Coaching bei mir nun nicht mehr im Fokus steht, haben wir beschlossen, unsere Treffen beizubehalten, weil sie uns beiden guttun.
In diesem Jahr ebenfalls neu in mein Leben gekommen, ist Alexandra. Sie ist vor zwei Jahren nach Irland ausgewandert und wir treffen uns ca. monatlich per Video-Call, um uns über Business-Themen auszutauschen. Wir hatten letztes Jahr die gleiche Business Mentorin und sind darüber aufeinander aufmerksam geworden. Nach einem Social Media Beitrag von mir, schrieb sie mich an. Seither sind wir im regelmäßigen Austausch. Und haben ein offenes Ohr für die Hochs und Tiefs der jeweils anderen. Kürzlich war ich auch in Alexandras Podcast zu Gast.
Neben diesen noch recht jungen Netzwerken habe ich noch langjährige Freundinnen, die ebenfalls selbständig sind und mit denen über das Thema Selbständigkeit noch eine andere Form der Verbindung besteht, die über eine private Freundschaft hinausgeht. Auch mit diesen Freundinnen habe ich dieses Jahr gezielt gegenseitig Austausch gesucht. Genannt seien hier: Anne, Shalleen zusammen mit Lydia, Brigitte und Fridde. Ihr seid wunderbare Powerfrauen.
Einen oder mehrere Business Besties zu haben, ist Gold wert. Ich kann das nur jeder Selbständigen wärmstens empfehlen, nach und nach ein kleines, feines Netzwerk aufzubauen, das trägt, wenn man gerade selbst flügellahm ist und wo man selbst zurückgeben und mittragen kann. Eine Verbindung mit anderen selbständigen Menschen einzugehen, hilft dabei, sich gegenseitig daran zu erinnern, warum und wofür man eigentlich angetreten ist, wenn man sich in den Mühen und Wirren der Selbständigkeit zu verlieren droht oder mal wieder mit inneren Blockaden zu kämpfen hat. Zudem ergeben sich immer wieder Synergien und Kooperationen, die alle gemeinsam voranbringen können.
Ein Hoch auf meine Business Besties!
Meine 5 liebsten Blog-Artikel aus 2025
Am liebsten mag ich die Artikel, die aufgrund von Gesprächen oder real erlebten Begegnungen und Erlebnissen entstehen. Sie fließen meist wie von alleine aus mir heraus. Eigentlich mag ich alle meine Blogartikel. Aber ja, es gibt natürlich Highlights. Und fünf davon stelle ich hier jetzt vor.
Die 15 Besuchertypen auf Weihnachtsmärkten
Diese augenzwinkernde Persönlichkeitsanalyse ist weder besonders psychologisch noch ernst gemeint. Und trotzdem liegen ihr wahre Begebenheiten zugrunde, die das Futter für diesen Artikel lieferten. Die Idee kam mir während meiner Aushilfstätigkeit auf dem Weihnachtsmarkt und ich hatte großen Spaß dabei, die Figuren niederzuschreiben. Aber schau doch mal selbst nach, welche Weihnachtsmarkt-Persönlichkeit bist du? Welche ich bin, erfährst du im Artikel.

Adventskalender im Online-Marketing
Ich habe lange überlegt, ob ich wieder einen Adventskalender mache. Es hat mir letztes Jahr so viel Spaß gemacht. Aber der Aufwand ist sehr groß. Die Ideen flossen nicht so wie letztes Jahr. Ich habe so viele andere Baustellen… Statt Kalender ist es in diesem Jahr dafür dieser Artikel geworden, in dem ich meine Erfahrungen weitergebe und Inspiration zum Umsetzen gebe. Und das hat genauso viel Spaß gemacht. Und wurde gerne angenommen.
Bloggen mit KI – soll ich meine Artikel mit ChatGPT schreiben lassen?
Klare Worte, wie ich dazu stehe. Für mich ist Schreiben ein wichtiger Prozess, den eine KI nicht abnehmen kann. Wohl aber kann sie ihn unterstützen. Wenn man weiß wie und an welcher Stelle. Und darum dreht sich dieser Artikel, der mit einem kleinen Experiment endet.
Die 10 Gebote für gutes Newsletter Marketing
Newsletter sind ein wichtiges Thema meiner Arbeit. Und ich finde, jeder Selbständige sollte in der Lage sein, einen zu versenden. Ich mag es, die Prozesse dafür zu gestalten, damit alles reibungslos funktioniert. Und es gibt ein paar nicht verhandelbare Grundsätze für gutes Newsletter Marketing, die ich hier beschrieben habe.

5 Gründe, warum mir das Bloggen manchmal so schwerfällt
Wer Perfektionismus, Imposter und Co kennt, wird bei diesem Titel direkt hellhörig werden. Hier teile ich ehrlich und offen, warum mir das Bloggen manchmal selbst so schwerfällt. Und natürlich liefere ich auch gleich Tipps mit, was man dagegen tun kann. Die wohltuende Kraft geteilter Erfahrungen und die Erkenntnis, nicht alleine mit einem Problem zu sein, das findest du hier.
Mein 2025 in Zahlen – ein wieder eher musikalisches Kapitel
Auch dieses Jahr breite ich über meine Geschäftszahlen lieber wieder den Mantel des Schweigens. Immerhin, der Umsatz hat sich mehr als verdoppelt, aber das war nun wirklich nicht schwer. Und das feiere ich natürlich.
Fürs Protokoll sind hier ein paar Zahlen von diesem Jahr, um die Entwicklung zum letzten Jahr zu dokumentieren. Da hat sich ein bisschen was getan.
- Follower auf Instagram: 122
- Veröffentlichte Beiträge auf Instagram gesamt / dieses Jahr: 118 / 36
- Follower auf Facebook: 153
- Follower auf LinkedIn / Beiträge: 114 / 12
- Veröffentlichte Blogartikel gesamt / dieses Jahr: 65 / 37
LinkedIn steht dieses Jahr neu in der Vergleichsliste. Ich bespiele den Kanal nicht oft, nehme ihn aber mittlerweile mehr mit in den Fokus und prüfe, was ich auch dort teile.
Insgesamt leide ich aber seit diesem Jahr doch sehr unter Social Müdia und komme bei weitem nicht mehr an die Aktivitäten vom letzten Jahr heran. Auch das hängt sicherlich mit meiner Neuausrichtung zusammen. Auf Facebook habe ich überhaupt keine Lust mehr. Da landen fast nur noch Stories, die ich auf Instagram veröffentliche und die darüber automatisch auch auf Facebook geteilt werden, aber kaum noch Beiträge.
Kommen wir daher wieder zu den wesentlichen Zahlen, mit denen ich richtig protzen kann 😁
Die Rede ist von Spotify. Auch hier konnte ich weiter zulegen. Und belege in unserer Familie nach wie vor die Spitzenposition mit
56.587 gehörten Minuten.
Das sind etwas 39 Tage 😳
Dabei habe ich 318 verschiedene Musik-Genre gestreamt (ja, ich bin musikalisch vielseitig interessiert). Nur bei der Anzahl der Songs bin ich etwas abgestürzt, da sind es dieses Jahr “nur noch” 3.727 verschiedene Titel, statt der 3.898 vom letzten Jahr. Das liegt vermutlich daran, dass mehr Songs in Dauerschleife gelaufen sind.


Ja, ich gebe es zu: ich bin Musiksüchtig 😂
Mein musikalisches Alter schätzt Spotify übrigens auf 25. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt, als ich das sah. Die Einschätzung kam daher, weil ich angeblich vor allem Musik der 2010er Jahre gehört hätte.
Ganz ehrlich, oftmals weiß ich gar nicht, wen ich da gerade höre. Meine Woche beginnt montags mit der neuen Wochenplaylist. Da stellt Spotify basierend auf meinem Hörverlauf Musikvorschläge als etwa zweistündige Playlist zusammen und je nachdem, wie gut Spotify das gelungen ist, begleitet mich diese Playlist durch die ganze Woche. Und ich muss sagen, der Algorithmus kennt mich mittlerweile schon sehr gut, meistens gelingt es ihm, etwas Hörbares zusammenzustellen.
Die besten Songs landen dann in meinen eigenen Playlists. Manchmal bin ich am nächsten Montag sogar etwas wehmütig, wenn ich von einer liebgewonnenen Wochenplaylist wieder scheiden muss. Da wundert es nicht, dass ich als “Treue Seele” im Spotify Club der “Cloud State Society” gelandet bin. Diese Auszeichnung erhalte ich, weil ich nur selten Songs überspringe. Ja, Algorithmus, wenn du deine Arbeit gut machst, gibt es ja auch keinen Grund dazu.
Ich habe mir sogar einen Platz in der Spotify Bundesliga ergattern können. Jaaaha, ich.
Und bin auf Platz 19 der Top-Hörerinnen von New Ro weltweit! Sagt dir nix? Mir bis zum Sommer auch noch nicht. Neu entdeckt über Instagram. Eigentlich bin ich wegen ihrer wundersam-wunderlichen Wochen-Messe der Pink-Gläubigen auf sie aufmerksam geworden und fühlte mich gleich sondersam durch dieses rosafarbene Geschehen auf meinem Bildschirm erleuchtet und bin der Gemeinde sofort beigetreten. Ramen und Halloumi singe ich da nur.
Und dann war ich einfach neugierig und musste mir mal ansehen, was die Dame sonst noch so macht. Und bin auf ihren Song “Best before Date” gestoßen. Tja, der Beginn einer neuen Liebe. Und eine neue Dauerschleife setzte ein. Dann noch ihre ganzen Alben durchforstet und schwupps, schon ist man Bundesliga 😂
Mein “Top 1 Song” diesen Jahres ist übrigens “Ich fühl’ mich gut” von Klaus Hoffmann. Dieses Lied kann ich bei morgendlichen Anlaufschwierigkeiten wirklich nur empfehlen. Song anstellen, kurz tanzenderweise durchschütteln und den Refrain laut mitsingen. Behebt jedes Morgentief und lässt zufrieden das Tagewerk beginnen.
Ha, geschafft. Das Kapitel zu den Zahlen ist gefüllt und ich fühle mich sogar gut dabei 😊
Vielleicht noch als Randnotiz zum Schluss: als nach nur einem guten Jahr bereits die nächste happige Preiserhöhung für das Familienabo angekündigt wurde, war ich kurz versucht, das Abo für Spotify zu beenden. Wir haben dann Familienrat gehalten. Und schmeißen jetzt alle zusammen, denn wir wollen (trotz aller immer wiederkehrenden Kritik an Spotify) nicht mehr ohne.
Dieses Jahr gab es sogar einen Familien-Lieder-Adventskalender. Abwechselnd stellten wir einen Song in die Playlist ein und am 24.12. war er gefüllt mit 24 Songs, die uns am Herzen liegen. Welche Geschichten uns mit den Songs verbinden, haben wir uns dann im Messenger mitgeteilt. Ein sehr schönes und verbindendes Geschenk aneinander.
Marktleben
Dieses Jahr hatte ich mehrfach die Gelegenheit, in das Markttreiben einzutauchen. Märkte nicht nur als Besucherin zu erleben, sondern hinter dem Stand zu stehen, hat eine ganz besondere Atmosphäre. Gerade auf Märkten mit gewachsenen Ausstellern herrscht ein regelrecht familiärer Geist und es ist jedes Mal ein herzliches Wiedersehen, wenn ein Jahr vorüber ist und man sich bei einer Veranstaltung wiedersieht.
Marktmenschen sind in der überwiegenden Anzahl Selbständige. Man spricht daher die gleiche Sprache und kennt die Nöte und Sorgen, aber auch Freuden und Freiheiten dieser Art zu leben. Bei Marktmenschen kommt hinzu, dass sie viel unterwegs sind. Hier trifft man auf Abenteurer, auf Menschen mit vielen Geschichten und mit ungewöhnlichen Lebensläufen.
Das Aufwärmprogramm der Marktsaison war der Garagentrödel im April. Danach war ich noch dreimal zusammen mit meinem Mann unterwegs, der mit seiner Galerie Barakah ausstellte. Im Juni war ich mit ihm auf dem Waldhof Hackhausen, im September im Rahmen der Burger Biennale mit am Stand und dann habe ich ihn stundenweise auf dem Kunsthandwerkermarkt auf Schloss Burg vertreten, weil dort im Großraumzelt unter den Händlern ein grippaler Infekt die Runde machte, von dem ich zum Glück verschont blieb, mein Mann leider nicht.
Schließlich hat mich zum Jahresende Laura von Wollbebi erneut engagiert. Ihr hatte ich letztes Jahr spontan an zwei Wochenenden ausgeholfen. Dieses Jahr fragte sie direkt für fünf Wochenenden an. Ich war zwar erst zögerlich, weil ich natürlich noch Kundenprojekte zu bedienen hatte und ja auch wochentags nicht untätig bin, trotzdem sagte ich zu. Neben den zusätzlichen Einnahmen lockte mich einfach die Marktatmosphäre wieder.
Und so war ich zur Eröffnung des Düsseldorfer Weihnachtsmarktes mit dabei und unterstützte die neuen Verkäuferinnen der diesjährigen Saison an ihrem ersten Arbeitstag. Die vier Adventswochenenden stand ich dann wieder alleine auf dem Adventsmarkt im Park von Schloss Grünewald. Und schaffte auch noch zwei Tage Krankheitsvertretungen für ausgefallene Kolleginnen.
Nach dem letzten Wochenende war ich dann aber auch wirklich platt. Und gleichzeitig stolz darauf, was ich alles gestemmt bekommen habe. Sogar Weihnachtsplätzchen entstanden noch am 22. und 23. Dezember und waren rechtzeitig für Weihnachten fertig.


Was 2025 bei mir sonst noch so los war
Hier berichte ich nur kurz, weil das meiste davon auch in den Monatsrückblicken zu lesen ist. Wer mehr wissen möchte, folge einfach dem entsprechenden Link:
Im März waren wir in Kitzbühel. Ich war das erste Mal im Winter in den Bergen und habe mich auf die Rodelpiste getraut. Ein wirklich spaßiges Erlebnis.

Meine Kinder werden flügge. Beide sind nun in Ausbildung und viel außer Haus. Es freut mich zu sehen, wie sie an ihren Aufgaben reifen und sich beweisen können und in ihren jeweiligen Betrieben für ihre zuverlässige Mitarbeit geschätzt werden. Für mich bedeutet dass, das mein Fokus nun noch mehr auf meiner beruflichen Entwicklung sein darf. Und mein Wecker klingelt nicht mehr zu unmenschlichen Zeiten, weil ein Kind aus dem Schlaf gerissen werden muss, um pünktlich in der Schule zu sein. Das Zeitmanagement machen beide absolut selbständig und sie waschen ihre Wäsche bereits selbst. Herrlich.
Am Jahresbeginn hatten mein Mann und ich das Großprojekt Wohnung entrümpeln. Ziel: Ballast loswerden und am Flohmarkt im Stadtviertel teilnehmen. Das haben wir auch gemacht und hatten zwei vergnügliche Markttage. Insgesamt danach aber immer noch viel zu viel Kram, den wir dann teilweise zum Sozialkaufhaus gebracht haben.

Im April wurden mehrere Accounts unseres Sohnes gehackt. Was für ein Aufwand. Sein Microsoft-Konto blieb verloren, dank der Servicewüste Kundensupport. Die meisten Accounts ließen sich glücklicherweise retten. Dennoch ist das die mahnende Erinnerung daran, wirklich für jedes, jedes einzelne Login individuelle Passwörter zu verwenden. Ich sag da jetzt mal nix weiter zu…
Dieses Jahr war das Jahr der Freundinnen. Wir wohnen teils weiter auseinander entfernt. Trotzdem bemühen wir uns um regelmäßige Begegnungen. Und dieses Jahr war der reinste Begegnungs-Luxus. Beim Osterfeuer kamen wir das erste Mal zusammen, hatten dann im Sommer drei Tage Zeltlager bei mir im Garten, besuchten im Oktober gemeinsam Eberswalde, um dann kurz nach Weihnachten noch unser obligatorisches Weihnachtstreffen abzuhalten, inkl. vier Stunden Wellness in der Sauna und danach gemeinsames Kochen und Klönen. Immer wieder schön.
Zu einem guten elektronischen Beat schwinge ich gerne mal das Tanzbein. Da ich aber nicht mehr in dem Alter bin, bei dem man sich die Nächte um die Ohren schlägt, freue ich mich über Veranstaltungsformate wie den Hardt Rave in Wuppertal, bei denen man tagsüber und nur bis in den jungen Abend hinein mit der ganzen Familie tanzen gehen kann. Dieses Jahr gab es gleich zweimal eine solche Veranstaltung und ich konnte passenderweise an beiden Terminen. Tanzen bis die Beine schmerzen, das habe ich nicht oft, aber wenn, dann genieße ich es sehr und nehme den anschließenden Muskelkater gerne in Kauf.


Im September fand in Burg die erste Burger Biennale statt. Hier habe ich sehr begeistert davon berichtet. Es war wirklich eine gelungene Veranstaltung und ich hoffe auf Wiederholung. Unschönerweise gab es bei einem der beteiligten Vereine einen Betrugsfall durch eine Person und das Geld für die Gagen wurde unterschlagen, so dass die Künstler bis heute kein Geld erhalten haben. Mittels einer Crowdfunding-Aktion versuchen die Initiatoren der Veranstaltung, die damit nichts zu tun haben, nun den Schaden wieder gutzumachen. Hier kann man für die Künstler spenden.
Wichtige Lektionen, die ich 2025 gelernt habe
Spannend ist der Vergleich, darum hier der Hinweis auf meine Lernerfahrungen von 2024.
Für dieses Jahr ergänze ich dazu diese wichtigen Lektionen und vertiefenden Erkenntnisse:
Jeder einzelne Schritt ist wichtig
Jeder Schritt, den wir machen, ist die Voraussetzung für die noch folgenden Schritte. In der Rückschau können wir erkennen, wie die einzelnen Schritte aufeinander aufbauen. In dem Moment allerdings, wo wir den einzelnen Schritt setzen, kommt er uns manchmal unbedeutend oder sogar sinnlos vor. Ihn dann nicht zu machen, wäre aber fatal, weil er das Fundament für Folgeschritte sein kann.
Also lasst uns jeden noch so kleinen Schritt feiern. In der Summe bringen uns all diese kleinen Schritt ans Ziel oder zumindest auf unserem Weg voran. Diese Erkenntnis der wichtigen kleinen Schritte durfte ich dieses Jahr so oft machen und konnte mich immer wieder daran erfreuen, wie mir bereits getätigte Schritte das Vorwärtskommen zu einem späteren Zeitpunkt leichter machen. Und ich liiiiebe es, das zu sehen. Denn ja, mir geht manchmal alles viel zu langsam und an diesen aufbauenden Schritten kann ich dann sehen, wie weit ich doch schon gekommen bin.
Feiere deine Erfolge
Immer wieder versuche ich meinen Fokus auch auf Mini-Erfolge zu lenken und jede gemeisterte Hürde und erreichte Etappe zu feiern, auch wenn sie scheinbar klein waren. Jeder Mensch steht an einem anderen Punkt und hat ganz eigene Hürden zu bewältigen. Was dem einen leicht fallen mag, türmt sich vor einem anderen als scheinbar unüberwindbare Hürde auf.
Nur wir selbst wissen, welchen Einsatz wir bringen mussten, um etwas zu bewältigen, wie viel Kraft es uns gekostet hat, es zu schaffen und was wir uns abringen mussten, es zu tun. Etwas geschafft zu haben, ist also jedes Mal ein Freudenfest wert. Ganz gleich, ob uns ein Schritt leicht oder schwer gefallen ist, ob er groß war oder klein, wir dürfen diesen Erfolg feiern. Und sollten das auch tun. Denn damit belohnen wir uns selbst und motivieren unser System, weitere Erfolgsmomente anzustreben.
Gedanken und Gefühle leiten
Im Rahmen des Mentorings wurde mein Fokus noch mal auf den Umstand gelenkt, wie sehr unsere Gedanken und Gefühle unser Erleben prägen. Theoretisch ist mir das seit langem bekannt. Aber diese inneren Vorgänge bewusst zu beobachten, sich selbst in stürmischen Zeiten zu halten und sich gleichzeitig nicht zum Opfer des inneren Erlebens zu machen, waren wichtige vertiefende Lernschritte in diesem Jahr.
Die Gabe zu entwickeln, aufkommenden Gefühlen den Raum zu geben, den sie benötigen, um ihre Bewegung zu vollenden und gleichzeitig nicht an ihnen festzuhalten. Gedankenschleifen zu stoppen, indem man ihnen bewusst zuschaut und sie mit den Worten “Das ist ja interessant, dass ich so denke” zu unterbrechen.
Das Zusammenspiel von Nervensystem, Gefühlen und Gedanken zu erkennen und darüber andere Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln, war sehr hilfreich, nicht nur im Businesskontext. Ebenso die Erkenntnis, dass auch innere Zustände nur eine “schlechte” Angewohnheit sein können, die man eben hat, weil man es so gewohnt ist und der Körper sich an bekannte und damit für ihn sichere innere Zustände gewöhnt hat.
Auch ganz wichtig für mich, als diejenige, die Ursachenforschung liebt: nicht jeder innere Zustand muss direkt analysiert werden, er darf einfach sein und wahrgenommen werden. Und löst sich darüber oft genug nach kurzer Zeit in Wohlgefallen auf. Ja, und dann darf ich meinen Fokus bewusst in eine Richtung lenken, die mir mehr zusagt.
Ich mache diese Welt ein bisschen glücklicher, ganz einfach indem ich glücklich und zufrieden bin. Und wenn die nächste Welle Emotionen kommt, darf ich erneut versuchen, sie zu surfen. Manchmal fällt man dann vom Surfboard, aber davon geht die Welt nicht unter, man steht wieder auf und steigt erneut aufs Brett. Das ist die moderne Definition von “im Flow sein”: immer mit dem zu sein, was gerade ist, auch wenn es gerade mal nicht “high energy” ist.
Den Widerstand gegen Zustände aufzugeben, bringt oftmals die ersehnte Erlösung, weil die innere Spannung verpufft.
Zusammen kommt man weiter als allein
Es mag komisch klingen, aber “soziale Kontrolle” und das richtige Gruppengefüge bringt uns vorwärts. Das durfte ich dieses Jahr ganz bewusst im Mentoring erleben. Es fand als Gruppenprogramm statt. Vor der ganzen Gruppe legte man sein persönliches Ziel für die Zeit der Begleitung fest und alle hörten es. Jede Woche wurden die gemachten und auch nicht gemachten Schritte besprochen. Jeder noch so kleinste Erfolg wurde gemeinsam gefeiert. Für ausgelassene Übungen oder nicht gemachte Schritte gab es Hilfestellung, wie die Hürde doch noch zu meistern sein könnte. Ausreden und Vermeidungstaktiken wurden klar erkannt und benannt. Wo wir uns alleine am laufenden Band selbst verarschen können, kommen wir bei einer aufmerksamen Begleitung nicht mehr mit durch.
Mein Learning daraus: wenn ich wirklich vorwärts kommen möchte, brauche ich Menschen um mich, die an meiner Entwicklung mit Freude teilhaben und mich wachsen sehen wollen. Mit meinen Business Besties habe ich nach dem Mentoring dafür gesorgt, dass ich diese wertvolle Begleitung weiterhin habe und meinerseits für andere diese Funktion erfülle.
Entscheidung ist Neubeginn
Ich habe mich mehrmals gefragt, ob ich mit meinem Coaching-Business gescheitert bin. Ich empfinde es nicht so. Natürlich kommen schon mal Gedanken auf, ob es richtig war, diese tausende Euros in eine Weiterbildung und in Material gesteckt zu haben, das ich heute überhaupt nicht mehr nutze. Aber wie schon in der ersten Lektion beschrieben: jeder Schritt ist wichtig und der nächste baut auf dem vorherigen auf.
Nur durch meine bewusste Entscheidung gegen eine Fortführung des Coaching-Business, konnte Raum für Neues entstehen und ich mich wieder meiner Passion für Content, Online-Marketing und technische Prozesse widmen. Und manchmal merke ich hier und dort, wie Denkweisen und analytisches Vorgehen noch immer von der Weiterbildung profitieren und meinen Angeboten eine Tiefe geben, die sie ohne diese Weiterbildung und meinen eigenen, damit einhergehenden Entwicklungsprozess nicht hätten.
Eine Entscheidung ist nie immer nur gegen etwas, sondern gleichzeitig auch für etwas Neues.
Dankbarkeit
Das mag etwas schwülstig klingen, aber tief empfundene Dankbarkeit ist Balsam für die Seele. Punkt.
Mein Motto für 2026
Hier halte ich mich genauso kurz, wie das Motto selbst es ist. Es gilt weiterhin das Motto von 2025, denn diesem ist eigentlich nichts hinzuzufügen und es universell gültig:
Weiter.
Oder auch so:
Wege
Entstehen
I m
Tun
Ergo
Ranhalten
Meine Ziele für 2026
Dieses Kapitel lasse ich vorerst unbeantwortet. Ich bin noch so in das nun vergangene Jahr eingetaucht und wollte den Jahresrückblick unbedingt bis Silvester fertig bekommen. Die Aussicht auf das neue Jahr nehme ich erst jetzt im zweiten Schritt vor. Und entweder ergänze ich das Kapitel hier dann noch oder ihr könnt es in den kommenden To-Want-Listen erfahren.
Ein großes Thema wird auf jeden Fall die Weiterentwicklung meiner Selbständigkeit sein. Da wird ein Hauptfokus für mein 2026 liegen. Und da freue ich mich auch schon sehr drauf.
Du bist bis an diesen Punkt des Artikels gekommen? Vielen, vielen Dank für deine Zeit und Aufmerksamkeit. Ich hoffe, du konntest etwas für dich mitnehmen und wenn du mir davon etwas mitteilen möchtest, freue ich mich sehr über deinen Kommentar.
Ich wünsche dir ein wundervolles 2026.
💖 Herzlich
Dorothee


Liebe Dorothee,
was für ein ehrlicher und berührender Jahresrückblick! Deine Offenheit, über auch emotionale Schleifen, hat mich sehr angesprochen. Ich wünsche dir für 2026 weiterhin so viel innere Klarheit und alles Gute :-)!! Grüße von Nicole
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Hallo Nicole,
vielen Dank für deine Rückmeldung und deine Zeit hier auf meinem Blog. Ich wünsche dir ebenfalls ein gutes 2026 und schaue auch direkt mal in deinen Jahresrückblick.
Herzliche Grüße
Dorothee
Liebe Dorothee,
dein Jahresrückblick ist wirklich richtig schön geworden. Viele der Dinge, die du schreibst kenne ich von meiner eigenen Reise. Besonders inspiriert hat mich das: „Den Widerstand gegen Zustände aufzugeben, bringt oftmals die ersehnte Erlösung, weil die innere Spannung verpufft“.
Alles Liebe
Claudia
✅ Datenschutzerklärung akzeptiert
Liebe Claudia,
es ist immer wieder gut zu hören, dass man mit der eigenen Reise nicht alleine ist und andere ähnliches erleben. Vielen Dank für deine Rückmeldung. Es freut mich, dass meine in Worte gefasste Erkenntnis auch bei dir Anklang findet. Ich erlebe das immer wieder als Gamechanger, auch wenn es gar nicht so einfach ist, den Widerstand aufzugeben. 😉
Herzliche Grüße
Dorothee